Notarztprotokoll wird nicht als ärztliche Verordnung angesehen

Am 24.06.2020 urteilte das Sozialgericht Rostock, dass eine Einweisung durch einen Notarzt keiner ärztlichen Verordnung gemäß § 73 Abs. 4 SGB V entspricht.

Im vorliegenden Fall gab ein Notarzt am 14.05.2013 im Einsatzprotokoll den NACA-Score III (stationäre Behandlung) und als Zielklinik die Notaufnahme an. Der Patient wurde jedoch ohne Vorstellung in der allgemeinen Notaufnahme direkt in der zentralen Aufnahmestation eines Krankenhauses aufgenommen. Diese dient als Zwischenstation zur Abklärung, ob eine vollstationäre Krankenhausbehandlung in einem speziellen Klinikbereich erforderlich ist.

Nach der Durchführung eines EKGs, eines Thorax-CTs sowie der Erhebung von Laborwerten ergab die Untersuchung, dass eine stationäre Krankenhausbehandlung nicht indiziert war, weshalb der Patient wieder entlassen wurde. Die daraufhin gestellte Rechnung bezog sich auf eine Vergütungspauschale für vorstationäre Behandlungen in der Inneren Medizin. Das Gericht entschied jedoch, dass eine Aufnahmeuntersuchung ohne ärztliche Verordnung keine vorstationäre Behandlung i.S.d. § 115a Abs 1 Satz 1 Nr. 1 Alt. 1 SGB V ist.

 

Das vollständige Urteil finden Sie unter:

https://openjur.de/u/2269087.html

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