Nachkodierung gemäß PrüfvV?

Im April dieses Jahres hatten wir bereits darüber berichtet, wie die Nachkodierung einer Krankenhausabrechnung im Einklang mit dem § 7 Abs. 5 der Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV) angewandt werden kann. Die nachträgliche Korrektur einer Krankenhausabrechnung wurde demnach als rechtens beurteilt, wenn die nachträgliche Rechnungskorrektur lediglich ein mit dem MDK einvernehmlich gewonnenes Prüfergebnis umsetzt (siehe [1]).

Unter dem Aktenzeichen B 1 KR 37/20 R wurde diese Ansicht nun bekräftigt. Im vorliegenden Fall hat das Krankenhaus die vom MDK ermittelte Hauptdiagnose nach Abschluss des Prüfverfahrens übernommen (siehe Terminbericht [2]).

Ob sich die Ausschlussfrist der PrüfvV auch auf das Nachreichen von Unterlagen erstreckt, welche nicht vom MDK angefordert wurden, war ebenfalls Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Unter den Aktenzeichen B 1 KR 24/20 R sowie B 1 KR 32/20 R wurde nun jedoch entschieden, dass die von den Krankenhäusern nachgereichten Unterlagen, welche nicht zum Prüfgegenstand des konkreten MDK-Prüfverfahrens gehören, zulässig sind (siehe [3] und [4]).

 

Die Newsmeldung vom April 2021 sowie die Terminberichte zu den oben genannten Aktenzeichen befinden sich unter:

[1] https://community-khap.de/index.php/nachkodierung-einer-krankenhausabrechnung/

[2] https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Verhandlungen/DE/2021/2021_05_18_B_01_KR_37_20_R.html

[3] https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Verhandlungen/DE/2021/2021_05_18_B_01_KR_24_20_R.html

[4] https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Verhandlungen/DE/2021/2021_05_18_B_01_KR_32_20_R.html

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