Abwägen von Behandlungsalternativen

Im Rahmen der Versorgung während einer stationären Behandlung werden die erforderlichen Maßnahmen zur Behandlung von Patienten durch die behandelnden Ärzte ergriffen. Darüber hinaus ist jedoch auch die Erfüllung des Wirtschaftlichkeitsgebots gemäß § 12 Abs 1 SGB V geboten.

Diesbezüglich befasste sich nun auch in dritter Instanz das Bundessozialgericht mit einem Urteil vom 27.10.2020. Im vorliegenden Fall wurde ein Patient zunächst konservativ stationär behandelt. Für die nächste Behandlung musste jedoch das Abklingen einer Medikamenteneinwirkung abgewartet werden. Nach einer Entlassung erfolgte daher eine erneute stationäre Behandlung.

Der Abrechnung mit zwei separaten Behandlungen (DRG F54Z und I13B) widersprach das Gericht nun jedoch. Stattdessen besteht lediglich ein Anspruch auf die Vergütung, welche bei fiktivem wirtschaftlichem Alternativverhalten angefallen wäre. Diese hätte zum Beispiel aus einer Beurlaubung nach § 1 Abs 7 der Fallpauschalenvereinbarung bestehen können.

 

Das vollständige Urteil finden Sie unter:

https://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/portal/page/bsjrsprod?showdoccase=1&paramfromHL=true&doc.id=KSRE153760218#focuspoint

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